Social Media Strategie entwickeln in 5 Schritten

Im Zeitalter des Web 2.0 gehört das Entwickeln einer Social Media Strategie zu einer erfolgreichen Online Marketingpolitik für alle Unternehmen, KMU’s, Handwerker, Selbständige und Freiberufler zur absoluten Pflicht. Die Entscheidung sich auf Social Media zu bewegen, kann insofern für ganz neue Potentiale sorgen und das eigene Geschäft im Internet ankurbeln. Doch bei überquellender Informationsflut und steigender Unternehmenspräsenz im Internet, sowie unbedachtem Einsatz neuer Kommunikationskanäle ist eine gut überlegte Social Media Strategie zu entwickeln, die Voraussetzung, um mit deren Instrumenten das Verhältnis zu Kunden, Mitarbeitern und anderen Dialoggruppen positiv und nachhaltig zu beeinflussen. Vor der Entwicklung einer Social Media Strategie sollte man sich jedoch mit dem Internet in Echtzeit als integraler Bestandteil der Unternehmenskommunikation auseinandersetzen, denn soziale Netzwerke funktionieren nicht isoliert, sondern werden in bestehende Kommunikationsstrukturen des Unternehmens „eingeflochten“.

 

Warum eine Social Media Strategie entwickeln?

Mit der richtig entwickelten und angepassten Social Media Strategie ist es möglich ein zeitsparendes und effektives  Marketing in Social Media zu betreiben. Eine gut geplant und entwickelte Social Media Strategie birgt interessante Möglichkeiten, um mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern zu kommunizieren und über Communities die Positionierung von Firmenimage und Marken nachhaltig zu stärken. Ist man nicht als Digital Native mit dem Internet aufgewachsen, fällt einem der selbstverständliche Umgang mit diesen Plattformen nicht immer leicht. Aufgrund ihrer enormen Verbreitungsgeschwindigkeit und ihrer Zeit- und Ortsungebundenheit begreift man nur schrittweise, dass es sich um eine sehr direkte und sehr persönliche Art der Kommunikation von Mensch zu Mensch handelt. Die Herausforderung besteht darin, die Social Media Strategie der Unternehmenskultur entsprechend authentisch und selbstbewusst zu entwickeln und einzusetzen und mit gleichbleibender Qualität zu pflegen.

 

1. Schritt der Social Media Strategie, Zielkundenanalyse

Eine gründliche Basisanalyse in Bezug auf die anzusprechenden Zielgruppen ist die solide Grundlage zur Entwicklung einer Social Media Strategie und ein absolutes Muss. Die Definition und Charakterisierung der Zielgruppen ist der erste Schritt hierbei, denn ihrem Informationsbedarf muss durch die zu entwickelnde Social Media Strategie, Rechnung getragen werden. Demografische Daten wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Lebensphase und soziale Lage sollten um Information wie Wertvorstellungen, Ansprüche, Selbstbild, Zugehörigkeitsgefühle und Grundorientierung in Bezug auf Veränderungen ihres Umfeldes angereichert werden. Einige Fragen, die es erleichtern einen sogenannten Kundenavatar zu erstellen:

    • Was sind die idealen Interessenten und Kunden für mich/unser Untrenehmen?
    • Was sind die grössten Sorgen, Bedürfnisse, Interessen der Zielkunden?
    • Ist der Kunde konservativ und hat ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis?
    • Ist er eher modern ausgerichtet? Möchte vor allem Abwechslung?
    • Oder sucht er eine Neuorientierung seines Lebens?
    • Was will er beim Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung?
    • Was soll der Nutzen eines Produktes oder Dienstleistung sein?
    • Achtet der Kunde bei seiner Arbeit einzig auf Ordnung und Pflichterfüllung, oder ist ihm individuelle Selbstverwirklichung wichtiger und er beweist sogar Experimentierfreude?
    • Wo erreiche ich diese Zielgruppe?
    • Wie erreiche ich diese Zielgruppe, über Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Blogs, Foren?
    • Welche Art von Inhalten wird von der Zielgruppe bevorzugt?

2. Schritt: Marketingziele der Social Media Strategie definieren

Klar definierte Marketingziele und ein realistischer Zeitplan sind sehr wichtig zur Erstellung und Entwicklung einer erfolgreichen Social Media Strategie. Diese Fragen müssen abschliessend geklärt werden, bevor es darum geht Texte zu erstellen und die Technik zu beherrschen:

  • Wo will ich hin? Was will ich erreichen?
  • Welche Seite soll den Traffic erhalten?
  • Wo hält sich meine Zielgruppe auf?
  • Wo sollen die Leute hin, die auf meine Seite kommen?
  • Auf eine Verkaufsseite, eine Landingpage?

Das klare Ziel ist schliesslich mit Hilfe der Social Media Netzwerke Traffic zu generieren, Fans und Follower aufzubauen und diese schliesslich mit Hilfe eines klaren Sales Funnel zu interessierten Besuchern und Kunden zu machen. Soweit möglich sollten Tools und Mechanismen zur Automatisierung dieses Prozesses von der Interessentengenerierung bis zur Eintragung in die Zielseite eingesetzt werden. Hootsuite und Onlywire sind nur 2 hilfreiche Tools mit denen die Posts auf die verschiedenen Social Media Portale vorausgeplant und verteilt werden können. Ein weiteres sehr interessantes Tool ist Sometoo, das man sogar für 3 Monate kostenlos testen kann. Selbstverständlich darf auch ein professionelles eMail-Marketing-System nicht fehlen.

Sometoo, das neue Social Media Tool zur Automatisierung

Umsatzsteigerungen durch verstärkte Kundentreue und erfolgreiche Kundenakquise, Steigerung des Bekanntheitsgrads und Imageverbesserungen, aber auch Mitarbeitergewinnung, Marktforschung und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens sind messbare Ziele, die Aufschluss über Effektivität der entwickelten Social Media Strategie geben.

3. Schritt der Social Media Strategie, Präsenz auf vielen Portalen

Neben Facebook dürfen vor allem die Plattformen Twitter, Google+, Pinterest, YouTube, sowie die Businessnetzwerke  Xing und LinkedIn nicht fehlen. Die Auswahl an Sozialen Netzwerken ist riesig und richtet sich vordergründig nach der Zielgruppe. Xing und LinkedIn sind beispielsweise für Rekrutierungs-Agenturen oder Headhunter geeignet, Facebook und YouTube vereinen oft junge Menschen, die Consumer-Themen bevorzugen. Auf Twitter und Google+ tummelt sich häufig ein internetaffines, professionelles Publikum, das überwiegend auf Wissenstransfer aus ist und Pinterest ist besonders für Design- und Werbeagenturen spannend, da sich hier viele Grafiker und Kreative aufhalten. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich auf mindestens den  7 genannten Social Media Portalen zu präsentieren. Dadurch wird die Reichweite erhöht, wenn man auf verschiedenen Social Media Plattformen aktiv ist und die einzelnen Portale miteinander vernetzt und man möglichst viele Spuren hinterlässt. Die Interaktionen auf den verschiedenen Social Media Portalen werden in Zukunft für das Google-Ranking eine noch viel grössere Rolle spielen. Einen Blogartikel kann man beispielsweise als PDF auf Slidshare hochladen, als Video auf Youtube, als Podcast veröffentlichen, eine kurze Info-Meldung dazu auf Facebook, Twitter und auf der Fanpage.

Social Media Prisma,Social Media Strategie entwickeln
Die Social-Media-Landschaft ist groß. Im Rahmen der Social-Media-Strategie müssen Verantwortliche relevante Netzwerke identifizieren. (Quelle: ethority)

Die Social-Media-Landschaft ist gross. Im Rahmen der Social-Media-Strategie müssen Verantwortliche relevante Netzwerke identifizieren. (Quelle: ethority)

4. Schritt: Content Management der Social Media Strategie

Bei der Social Media Aktivität und Strategieentwicklung ist es wichtig, dass regelmässig neue Inhalte an die Zielgruppe verteilt werden. Um sich die Arbeit zu erleichtern und vor allem einen Automatismus zu entwickeln, ist es ratsam eine Themenplanung – quasi so etwas wie einen Redaktionsplan für die Fanpage, den Blog und die einzelnen Social Media Portale, aufzustellen. Zur Informationsaufbereitung ist dies unbedingt notwendig, will man den Überblick über Themen und angehende Ziele nicht verlieren. Redaktionsplan muss im Wesentlichen Thema, Veröffentlichungstermin, Kanal, Autor, Keywords, Liefertermine für Texte und Bilder und nicht zuletzt Seedings (auf welchen Seiten soll auf den Beitrag hingewiesen werden?) umfassen. Inhalte werden hier den Marketingzielen und Zielgruppen entsprechend festlegt und bearbeitet und sorgen über die Anwendung von Keywords, SEO und sogenannten Content Conversion oder Touch Points für eine optimale Platzierung in Suchmaschinen. Ein stabiles Google Ranking und eine Erhöhung der Kundenreichweite werden das Resultat dieser Anstrengungen sein. Der Mehrwert für den Nutzer spiegelt sich in der Qualität der Internetaktivitäten wider. Mögliche Themen können beispielsweise Blog-Beiträge, Fallstudien, Fachartikel, Medienberichte, eBooks, Bilder und Videos sein.
Auf jeden Fall macht es Sinn Tools zur Automatisierung einzusetzen und sich Gedanken über das Outsourcing zu machen, um die Arbeit der Contenterstellung ganz oder teilweise an spezialisierte Dienste zu übertragen.

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5. Schritt der Social Media Strategie: Traffic

„Traffic is King“, aus der Masse die Klasse. Damit will ich sagen, dass es zunächst einfach mal viel Traffic und Aktivität auf den einzelnen Social Media Portalen braucht, um eine gewisse Aufmerksamkeit zu erregen, Nach dem Motto „die Macht der grossen Zahl“. Der Aufbau von möglichst vielen Followers und Fans soll als Mittel zum Erreichen der Ziele eingesetzt werden und nicht als das eigentliche Ziel definiert werden. Wenn ich viele Besucher auf meinen Social Media Portalen habe, sehen auch entsprechend viele meine Posts und Meldungen und ich kann darin immer wieder zu einer bestimmten Handlung (Call to Action) auffordern. Damit habe ich die Möglichkeit mit den Besuchern zu interagieren und sie auf meinen Blog, eine Landingpage, ein Webinar usw. zu schicken. Dadurch werden automatisch diejenigen herausgefiltert, die sich für mein Thema interessieren und von den anderen getrennt. Mittels gezielter Massnahmen, wie relevantem Content- und eMail-Marketing kann ich diese Leute durch meinen Sales Funnel führen. Wenn es mir gelingt diesen Prozess möglichst automatisiert umzusetzen, kann ich meine Zeit effektiv und gezielt für genau diese Leute aufwenden, die sich für mich und meine Angebote interessieren und nicht einfach global für alle. Daraus resultiert ein maximaler Ertrag, bei sich in Grenzen haltendem Aufwand.

Die einzelnen Stufen bis jemand etwas kauft:

  1. „Kennen“                Die Leute müssen mich kennen lernen                           —> Masse an Followern aufbauen
  2. „Mögen“                  Ich will die Leute dazu bringen mich zu mögen             —> Content is King
  3. „Vertrauen“            Die Leute sollen mir Vertrauen                                         —> sich vernetzen, in Interaktion treten, weiterhin guten Content, hier ist es dann auch möglich auf andere Produkte und Dienstleistungen zu verweisen und die eine oder andere Werbung zu platzieren
  4. „Kaufen“                  Der User soll bei mir kaufen                                           —> Wenn der User mich mag und mir vertraut, die Informationen als hilfreich und relevant ansieht, kann er zu meinem Kunden werden

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Anhand der hier beschriebenen 5 Schritte kannst Du Deine Social Media Strategie sehr einfach aufsetzen und entwickeln und der grösste Fehler besteht darin, nicht damit zu beginnen.

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